Feb 17 2009

Telepolis-Sonderheft „Zukunft“ – Spannende Visionen renommierter Wissenschaftler

Werner Pietsch

Telepolis , das Online-Magazin der Netzkultur, blickt in die Zukunft: Im aktuellen Sonderheft beschreiben renommierte Wissenschaftler,
Wissenschaftsjournalisten sowie international bekannte Science-Fiction-Autoren ihre Sicht der Welt von morgen und übermorgen. Das Special mit beigelegter DVD erscheint am 23. Februar und kostet 8,50 Euro.

telepolis012009sonderheft

Die spektakulären Retro-Bilder, die sich durch das ganze Heft ziehen,
stammen vom berühmten Illustrator Frank R. Paul.

Dem Zeitpfeil voraus – das ist das Motto des neuen Telepolis-Special. Die Zukunftsschau startet mit einem Blick auf die nächsten hundert Jahre und dringt in Gefilde vor, in die sich bislang noch kein anderes populär-wissenschaftliches Magazin gewagt hat: 1000 Jahre in die Zukunft.

Namhafte Wissenschaftler, renommierte Wissenschaftsjournalisten und Science-Fiction-Autoren haben zur Feder gegriffen, darunter Nobelpreisträger Steven Weinberg, Microsoft-Gründer Bill Gates, Astronomie-Professor und TV-Star Harald Lesch. Die Science-Fiction-Autoren Wolfgang Jeschke, Marcus Hammerschmitt und Herbert W. Franke
sind dabei – und nicht zu vergessen Visionär Arthur C. Clarke in seinem letzten Interview. Zukunftsforscher fehlen übrigens in der Aufzählung. Warum das so ist, kommentiert Bestseller-Autor Andreas Eschbach: Die Futurologen liegen mit ihren Vorhersagen einfach zu oft daneben.

Das Telepolis-Special lädt auf eine Reise ein in die zukünftige Welt der Roboter, ins Zeitalter der Quanteninformatik, ins interstellare Raumfahrtzeitalter und zum ersten Kontakt mit außerirdischem Leben. Am Ende des Zeitpfeils blickt das Telepolis-Special sogar tausend Jahre in die Zukunft: Im Jahr 3009 bewegen wir uns zwischen intelligenten Androiden
und fühlenden Cyborgs, denken in Superstrukturen und speichern Wissen im Galactic Wide Web – oder hat doch Alan Weisman Recht, der beschreibt, wie New York in 1000 Jahren ohne den Menschen aufblüht?

Für die Bebilderung der Artikel konnte sich Telepolis die Nachdruckrechte von Cover-Illustrationen des bekannten Illustrators Frank Rudolph Paul sichern. Paul gestaltete in der Zeit von 1926 bis 1929 jedes Titelbild der
US-Zeitschrift Amazing Stories, des ersten Science-Fiction-Magazins.

Die beiliegende DVD enthält eine Best-of-Ausgabe des TV-Magazins „Futuris“ der Europäischen Kommission.

Das Telepolis-Sonderheft „Zukunft“ ist im Bahnhofsbuchhandel und im ausgewählten Fachhandel erhältlich. Im Internet kann man es ab sofort europaweit ohne Mehrkosten bestellen:
www.heise.de/kiosk/special/tp/09/01.

heiseonline


Jan 15 2009

Das Google-Copy-Paste-Syndrom

Werner Pietsch

Alles nur geklaut – Texträuber im Internet

google_copy_pasteSchüler und Studente ergoogeln Themen, kopieren Textbausteine und fügen
diese ohne Quellenangabe in ihre Arbeit ein. Auch unter Wissenschaftlern wird nicht immer sauber zitiert. Stefan Weber hat in der 2., aktualisierten und erweiterten Auflage seines Telepolis-Buches  „Das Google-Copy-Paste-Syndrom“
die Entwicklung der Betrugskultur an Schulen und Universitäten beleuchtet. Gleichzeitig hinterfragt er, ob und wie die Medienwissenschaft darauf reagiert.

Die „Recycling-Textkultur“ (Stefan Weber) gefährdet
zunehmend die Ausbildung und die gesamte wissenschaftliche
Textkultur. „Im Schnitt gesteht jeder dritte Studierende,
schon einmal plagiatorisch tätig gewesen zu sein. So könnte
ungefähr jede dritte akademische Publikation von
wissenschaftlichem Fehlverhalten betroffen sein“,
schreibt Stefan Weber. Der Autor, den Medien gern als
„Plagiatsjäger“ bezeichnen, greift auf seine Datenbank
mit 67 Plagiatsfällen aus Wissenschaft und Journalismus
zurück und umreißt die fortschreitende Ergoogelung.
Zudem widmet er sich dem Contentklau im Web 2.0 und
freien Lizenzen im Netz. Stefan Webers These widerspricht
dem digitalen Zeitgeist: Das so genannte Cyber-Neusprech
oder „Weblisch“, die Technophilie und die „Bullshit-PR“
für neue Medien schaffen ein Milieu, in dem einer Textkultur
ohne Hirn weiter Vorschub geleistet wird.

Das Buch richtet sich nicht nur an Lehrende in Schulen und Universitäten, die sich mit diesem Problem konfrontiert sehen, sondern ist ebenso eine kritische Lektüre für ein breites Publikum, das die neuen Medien verwendet.

Autor:
Privat-Dozent Dr. Stefan Weber, geboren 1970 in Salzburg,
ist Medienwissenschaftler und Publizist. Unter anderem
Autor der Bücher „Was steuert Journalismus?“ (2000),
„Medien – Systeme – Netze“ (2001), und „non-dualistische
Medientheorie“ (2005). Stefan Weber ist Herausgeber des
Lehrbuchs „Theorie der Medien“ (2003). Seine Dissertation
wurde bisher drei Mal plagiiert, zwei Plagiatoren wurde
daraufhin der akademische Grad aberkannt.

Bibliografische Angaben:
Stefan Weber
Das Google-Copy-Paste-Syndrom
Wie Netzplagiate Ausbildung und Wissen gefährden
(Telepolis)
2., aktualisierte und erweiterte Auflage, Heise,
Dezember 2008, 184 Seiten, Broschur,
ISBN 978-3-936931-56-3
16,00 Euro (D) / 16,50 Euro (A) / 28 sFr

telepolis